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Solar-Strom statt Atom-Strom
Vattenfall plant, das AKW Krümmel möglichst bald wieder anzufahren und versucht die Bevölkerung der umliegenden Orte mit Informationen zu beruhigen, die nur bedingt der Wahrheit entsprechen. Leider haben die Bürger nur sehr begrenzte Möglichkeiten, den Bau oder Betrieb eines AKW zu unterbinden. Die wirksamste Möglichkeit wäre sicherlich, diesen Strom einfach nicht zu kaufen und zu einem Anbieter von echtem Ökostrom zu wechseln. Eine zusätzliche Möglichkeit besteht darin, die Erzeugung von Ökostrom zu unterstützen und sich am Bau einer derartigen Anlage zu beteiligen.
Zur Zeit ist eine Photovoltaik-Anlage als Zeichen gegen das AKW in Marschacht auf der Sporthalle an der Elbuferstraße in Vorbereitung. Jeder Bürger – egal, wo er wohnt – kann sich ab 250 Euro an der Anlage beteiligen. Bislang haben in den letzen 6 Wochen so viele Bürger Anteile an der Betreiber-Genossenschaft gezeichnet, dass die Anlage noch in diesem Sommer errichtet wird. So soll in Sichtweite vom AKW Krümmel ein Bürger-Solarkraftwerk entstehen.
Errichtet und betrieben wird die Anlage von einer Genossenschaft, welche sich zur Aufgabe gemacht hat, Anlagen zur Erzeugung von Erneuerbaren Energien zu errichten und diese mit vergleichsweise kleineren Kapitalbeträgen zu finanzieren, welche von engagierten Bürgern zusammengetragen werden. Bei Renditen von voraussichtlich etwa 3% (vor Steuern) hat so jeder die Möglichkeit, aktiv etwas für den Umweltschutz zu tun und Atomkraftwerke mittelfristig entbehrlich zu machen. Falls genug Kapital durch die Bürger-Solarkraftwerke zusammengetragen werden kann, würde eine weitere Anlage auf einer Sporthalle in Stove errichtet werden. Sie können Mitglied werden und weitere Informationen erhalten unter der www.buergersolarkraftwerke-rosengarten.de oder der 040 / 797 53 48.
Dr. Stefan Lübben
(Vorstandsmitglied und Pressesprecher der Genossenschaft)
(Tel. 040 2576 1071, mail@stefan-luebben.de)