Zehn Jahre Photovoltaik in Klecken

Zehn Jahre Photovoltaik in Klecken
2007 gründete sich die Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG
Thomaskirche in Klecken mit PV-Anlage auf dem Gemeindehaus
Seit zehn Jahren können sich Bürger unserer Region an Photovoltaikanlagen beteiligen und damit direkt die Energiewende unter-stützen, denn: 2007 gründeten sich die Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG, und noch im gleichen Jahr sorgte die Sonne für die ersten Kilowattstunden Strom aus erneuerbaren Energie. Die Energiegenossenschaft – heute kurz Rosengartenenergie – freut sich, dass sie den zehnten Geburtstag ihrer ersten Photovoltaikanlage feiern kann. Am 6. Dezember 2007 wurde der erste Solarstrom vom Dach des Gemeindehauses der Thomaskirche in Klecken ins Netz gespeist.

Im August 2008 ging auch der zweite Teil dieser Anlage ans Netz. Die gesamte Anlage hat eine Leistung von rund zehn Kilowattstunden (kWp). Pro Jahr produziert sie jetzt Strom für etwa zwei Einfamilienhäuser. Insgesamt sind das seit ihrem Bestehen mehr als 76.000 Kilowattstunden. Über 42.000 Kilo CO2 wurden dadurch vermieden. Diese Menge würde gasförmig etwa 316 Container von 40 Fuß füllen.

Seit diesem ersten kleinen Projekt in Klecken haben die Bürger-Solarkraftwerke drei weitere Anlagen realisiert – in Marschacht und Wilhelmsburg sowie auf einem Dach des Sportvereins Blau-Weiss Buchholz. An einer großen Anlage in Lüneburg sind die Bürger-Solarkraftwerke beteiligt. So leistet die Energiegenossenschaft, die heute rund 160 Mitglieder hat, einen regionalen Beitrag zur Energiewende in Deutschland.

Die sich ständig ändernde Gesetzgebung im Bereich regenerativer Energien macht es den Genossenschaften nicht immer leicht. Es kommen immer wieder neue Herausforderungen auf die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder zu. Aufgrund der geringen Einspeisevergütung ist es notwendig, Objekte mit hohem Eigenverbrauch und einem geeigneten Dach zu finden, da nur dort Anlagen wirtschaftlich betrieben werden können.

Die Überzeugung der Bürger-Solarkraftwerke ist, dass die Energiewende hin zu erneuerbaren Energien mit dezentralen Strukturen gelingen kann. „Fossile Energien sind nun einmal endlich“, erinnert Vorstand Norbert Stein. „Es gibt gar keinen anderen Weg.“

Günstiger Ökostrom für Mitglieder

GruenstromLogo

Regionale Energiegenossenschaften bieten grünen Regionalstromtarif im Landkreis Harburg an

Kooperation der Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG und der Elbe-Heide eG mit dem Energieversorger Grünstromwerk macht es möglich.

Ab sofort können Bewohner des Landkreises Harburg die Energiewende noch aktiver mitgestalten. Wer noch Strom aus Kohle- oder Atomenergie bezieht, hat jetzt eine neue Gelegenheit, grünen Strom zu bekommen – mit einem neuen Tarif: dem Regionalstrom Süderelbe.

Um einen regionalen Ökostromtarif für den Landkreis und den Süderelbe-Raum anbieten zu können, kooperieren wir und die Energiegenossenschaft Elbe-Heide eG aus Winsen mit dem Hamburger Ökostromanbieter Grünstromwerk.

Wer zum Regionalstrom Süderelbe Tarif des Energieversorgers Grünstromwerk wechselt, bekommt 100 Prozent Ökostrom – Wasser- und Windkraft aus Deutschland – und unterstützt gleichzeitig die beiden Genossenschaften vor Ort. Denn diese erhalten für jede Kilowattstunde, die aus dem Süderelbe-Tarif geliefert wird, eine Vergütung.
Mehr noch: Mitglieder der Genossenschaften profitieren bei einem Wechsel ihres Stromversorgers zu Grünstromwerk von einem verringerten Grundpreis. Grund genug, vorher noch schnell bei uns Mitglied zu werden!

Unser Vorstandsvorsitzender Norbert Stein sagt dazu: „Wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir bringen die Energiewende vor Ort voran und können unseren Mitgliedern ein konkurrenzfähiges Ökostrom-Angebot machen.“

Weitere Informationen zu dem neuen Regionaltarif Süderelbe gibt es im Internet unter www.gruenstromwerk.de.

Gemeinsam für mehr Sonnenstrom in der Hansestadt

Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG unterstützt die Solaroffensive Hamburg

Mit dem Motto, Hamburgs „Dächer blau“ zu machen, ist die Solaroffensive Hamburg im Herbst vergangenen Jahres gestartet, um mehr Strom aus Sonnenenergie in der Hansestadt zu produzieren. Das Ziel ist es, bis 2020 auf 5000 weiteren Dächern oder Fassaden Sonnenstrom zu ernten. Gerne unterstützen die Bürger-Solarkraftwerke diese Initiative – Ende Januar 2018 gab es das erste Treffen mit den Initiatoren.

Gestartet auf Betreiben der Klimaschutzorganisation Hamburger Klimawoche und der Bürgerenergiegenossenschaft EnergieNetz Hamburg eG haben sechs Unternehmen und Organisationen der Branche die ersten Schritte in die Hand genommen. Mit dabei sind von Anfang an der Anlagenbauer DZ-4 sowie die Energieversorger Greenpeace Energy, Hamburg Energie, Lichtblick und Naturstrom.

Die Dächer „blau“ zu machen, soll heißen, sie mit Solarmodulen zu versehen. Beim Treffen im Januar zeigte sich, dass Hamburg im Vergleich mit anderen Bundesländern weit abgeschlagen ist was die Stromproduktion aus Sonnenenergie angeht. Dabei sei, rechnete Matthias Ederhof von EnergieNetz Hamburg vor, das Potenzial bundesweit bei weitem nicht ausgeschöpft: 1.200 Quadratkilometer potenzielle Flächen gebe es auf Dächern, an Fassaden, versiegelten Flächen, und entlang der Autobahnen und Schienenwege, da seien laut einer Potentialstudie des ISE bis zu 170 GWp zusätzliche solare Stromerzeugung möglich.

Die Solaroffensive arbeitet zum einen daran, wichtigen Themen mehr Öffentlichkeit zu geben – derzeit informiert sie umfassend über Mieterstrom. Zum anderen knüpft sie Kontakte in andere Branchen – sehr gute Gespräche habe es bereits mit Organisationen der Wohnungswirtschaft gegeben. Dass dabei schon viele Impulse gekommen seien, bestätigte Ulf Rietmann von Naturstrom – zum Beispiel bei Fragen der finanziellen Förderung von Photovoltaik im Wohnungsbau. Beim Treffen im Januar spielte die Frage der Ästhetik von Modulen eine Rolle, die von Architekten und Solarbegeisterten nicht unbedingt gleich gut beurteilt wird. Letztlich nicht unwichtig, denn Architekten würden nur in ihre Entwürfe aufnehmen, was Ihnen auch gefalle.

Um effizient zu arbeiten, haben die sechs federführenden Akteure der Solaroffensive jetzt Themengebiete definiert und personell besetzt, bei denen sich die Unterstützer einbringen können. Die Bürger-Solarkraftwerke wollen derzeit vor allem in ihrer eigenen Arbeit Öffentlichkeit für das Bündnis schaffen.

Petra Reinken

Vorstand stellt sich breiter auf

Verstärkung bei der Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG

Mit einem um zwei Mitglieder erweiterten Vorstand hat die Energiegenos-senschaft Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG sich breiter aufgestellt: Neben den bewährten Vorstandsmitgliedern Norbert Stein (Vorsitzender), Stefan Lübben (stellvertretender Vorsitzender) und Petra Reinken kom-plettieren seit Kurzem Silvia Ogiolda und Horst Rudolph das Gremium. Alle Vorstandsmitglieder sind ehrenamtlich tätig. Nun, da die Arbeit auf weitere Schultern verteilt wurde, kann die Genossenschaft bestehende Projekte intensiver betreuen und neue Aufgaben angehen.

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Schon im vergangenen Jahr hat eine Satzungsänderung den Weg frei gemacht für eine breitere inhaltliche Ausrichtung. Zwar werden immer noch vorrangig Solaranlagen für die Stromerzeugung auf geeigneten Dä-chern betrieben, doch können die Bürger-Solarkraftwerke ihre Tätigkeiten nun beispielswiese auch auf den Bau und Betrieb von Blockheizkraftwer-ken oder die Beteiligung an Windenergieanlagen ausweiten. „Wir wollen aktiv an der Energiewende mitwirken“, sagt der Vorsitzende Norbert Stein. „Dafür suchen wir weiterhin geeignete Dächer ab 200 Quadratmeter für den Bau von Photovoltaikanlagen, freuen uns aber, dass wir nach der Satzungsänderung auch in andere Richtungen denken können.“ Um diese Öffnung deutlich zu machen, ist die Energiegenossenschaft jetzt auch unter dem Namen „Rosengartenenergie“ im Internet und per Mail erreichbar.

Um die Energiewende voranzubringen, werben die Bürger-Solarkraftwerke in einer Kooperation mit Naturstrom auch für den Anbieterwechsel.

Naturstrom – und sein Vertriebspartner Grünstromwerk – haben dafür sogenannte Regionalstromtarife im Angebot. Der Regionalstromtarif Süder-
elbe steht allen Bewohnern des Landkreises Harburg und Umgebung zur Verfügung: https://www.gruenstromwerk.de/suederelbe.

Der Tarif richtet sich insbesondere an Bürger, die noch Kohle- oder Atom-strom beziehen und das nicht mehr wollen. „Je mehr Menschen sich für einen Öko-Anbieter entscheiden, desto grüner wird der gesamte Strommix“, bekräftigt Vorsitzender Stein. Wenn die Menschen zudem noch Mitglieder der Bürger-Solar-Genossenschaft würden, profitierten sie zusätzlich, genau wie die Genossenschaft.

Die Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten eG ist per E-Mail an kon-takt@rosengartenenergie.de zu erreichen. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.rosengartenenergie.de.

Naturstrom AG erhält Deutschen Nachhaltigkeitspreis

Wir freuen uns mit und für die Naturstrom AG, die kürzlich den Deutschen Nachhaltigkeitspreis erhalten hat. Denn unser Kooperationspartner Grünstromwerk gehört zur Naturstrom AG – mit ihm bieten wir den Tarif „Regionalstrom Süderelbe“ an. Wer zum Regionalstrom-Süderelbe-Tarif des Energieversorgers Grünstromwerk wechselt, bekommt 100 Prozent Ökostrom – Wasser- und Windkraft aus Deutschland. Unsere Mitglied profitieren von einem verringerten Grundpreis. Wir als Genossenschaft erhalten für jede Kilowattstunde, die aus dem Süderelbe-Tarif geliefert wird, eine kleine Vergütung.

Was die Jury des Deutschen Nachhaltigkeispreises an der Naturstrom AG überzeugt hat, finden Sie hier:

https://www.naturstrom.de/ueber-uns/presse/news-detail/deutscher-nachhaltigkeitspreis-naturstrom-ag-gehoert-zu-den-fuenf-nachhaltigsten-marken-deutschl/

Generalversammlung 2016

Unsere Mitglieder der Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten können sich auf die Ausschüttung einer Rendite freuen – das ist das vielleicht wichtigste Ergebnis der Generalversammlung vom 15. Juni in Nenndorf. Nachdem die Versammlung sich im vergangenen Jahr gegen eine Ausschüttung entschied, erhalten die Mitglieder nun eine Rendite von etwa sieben Prozent. Der genaue Prozentsatz wird noch ermittelt.

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Der Vorsitzende des Vorstands, Norbert Stein, berichtete über die Aktivitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr. Er machte deutlich, dass die Verfolgung des ureigensten Geschäftszwecks – dem Bau und Betrieb von Photovoltaikanlagen – sehr unwirtschaftlich geworden ist. Die neuen Gesetze zu Einspeisevergütung und Energiewende machen gerade kleinen Gesellschaften ein Bestehen im Markt unmöglich. Die Energiewende „von unten“ durch Bürgerengagement ist damit insgesamt ins Stocken geraten.

Auf diese erschwerte Gesetzeslage haben die Bürger-Solarkraftwerke mit einer Satzungsänderung reagiert, die die Geschäftsfelder deutlich breiter fasst. Aufgenommen wurden unter anderem die Möglichkeiten, Energiespeicherung und Energieeffizienz-Einrichtungen anzubieten. Damit hoffen die Vorstandsmitglieder mittelfristig, in neue Geschäftsfelder vordringen zu können. Die neue Satzung, die zudem eine Fülle von Aktualisierungen und Präzisierungen enthält, wurde von den anwesenden Genossenschaftsmitgliedern einstimmig beschlossen.

Die Mitglieder waren sehr angetan von der neuen Kooperation mit dem Grünstromwerk, das nachhaltig erzeugten Strom aus Wind- und Wasserkraft zu günstigen Preisen anbietet. Genossenschaftsmitglieder erhalten einen besonderen Bonus. Auch die Genossenschaft profitiert von dieser Zusammenarbeit.

Bei den Wahlen zum Aufsichtsrat wurden die vier Mitglieder, die turnusmäßig ausgeschieden wären, weiter in ihren Ämtern bestätigt. So bleibt Helmut Unger stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender. Silvia Ogiolda, Michael Frauz und Jens Hansen, der die Genossenschaft 2007 mit gründete und dem Aufsichtsrat vorsitzt, wurden ebenfalls bestätigt.
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Der neue und alte Aufsichtsrat der Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten setzt sich zusammen aus (v.l.) Jens Hansen, Volkmar Block, Silvia Ogiolda (alle Rosengarten), Jens Grube (Elbmarsch), Ingrid Greiner (Hamburg), Helmut Unger (Rosengarten) und Michael Frauz (Hamburg). Es fehlt Tomas Biermann-Kojnov (Lüneburg).

Kleine Bürger-Energiegenossenschaften chancenlos

Einerseits will das Bundeswirtschaftsministerium die Vielzahl der Ökostrom-Anbieter erhalten, andererseits plant die Bundesregierung Änderungen, die nach Aussage des Chefs des Bündnisses Bürgerenergie [Das Bündnis Bürgerenergie ist ein Zusammenschluss von über 100 Genossenschaften und anderen Gesellschaften, Unternehmen und Einzelpersonen.], Thomas Banning, zu einem Sterben kleiner Anbieter führen wird.

Politiker aller Parteien engagieren sich für die dezentrale Energieversorgung und für Bürgergenossenschaften, doch die Regierung stützt in erster Linie die großen Konzerne wie Eon, RWE und Co. „Wir haben beim Strom Überkapazitäten, und die Konzerne haben zu lange auf Kohle und Atom gesetzt. Sie verlieren Umsatz, müssten eigentlich noch schneller Kraftwerke stilllegen, und die Regierung eilt ihnen zu Hilfe.“ sagt Banning in der Frankfurter Rundschau.

Das Wirtschaftministerium will weg von festen Stromvergütungen. Auch sollen bei neuen Ökostrom-Projekten Ausschreibungen Pflicht werden, um durch Billiganbieter die Kosten senken zu können. Doch kleine Genossenschaften können es sich nicht in einen solchen Wettbewerb mit Großkonzernen begeben, da ihnen bei diesem Verfahren erhebliche Vorlaufkosten entstehen, die sie nicht einfach wegstecken können. Bei Test-Ausschreibungen für Solarkraftwerke hat laut Banning kein einziger von den kleineren Anbietern einen Zuschlag bekommen.
Diese geplanten Maßnahmen machen die dezentralen Stromgewinnung kaputt. Die Großkonzerne sind laut Banning weiterhin wichtig, aber sie sollten sich auf Großprojekte wie Offshore-Windparks konzentrieren.

Das Bündnis Bürgerenergie setzt sich dafür ein, dass nur größere Anlagen über 10 Megawatt Leistung ausgeschrieben werden müssen und kleinere Anlagen weiterhin eine möglichst niedrige, aber fest kalkulierbare Vergütung erhalten.
Quelle: Frankfurter Rundschau vom 24.09.2015